Ein undichtes Flachdach kann schnell zu erheblichen Schäden führen. Schon kleinste Risse oder Beschädigungen in der Abdichtung reichen aus, damit Wasser in die Dachkonstruktion eindringt. Das Ergebnis sind durchfeuchtete Dämmstoffe, Schimmel, Frostschäden und hohe Reparaturkosten. Deshalb ist eine professionelle Leckortung am Flachdach oft der erste Schritt, bevor man ein flachdach sanieren kann.
Warum eine Leckortung so wichtig ist
Während bei Steildächern Regenwasser meist problemlos abläuft, bleibt auf Flachdächern oft Feuchtigkeit stehen. Selbst kleinste Undichtigkeiten wirken sich hier besonders stark aus. Wird die Ursache nicht gefunden, bleibt nur eine komplette Sanierung – und das kann teuer werden.
Mit moderner Technik und Erfahrung lassen sich Leckagen punktgenau aufspüren. So können nur die betroffenen Stellen repariert werden, ohne das gesamte Dach zu öffnen.
Methoden der Flachdachleckortung
Für die Ortung von Leckagen gibt es verschiedene Verfahren, die je nach Dachaufbau und Schadensbild eingesetzt werden.
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Sichtprüfung: Oftmals genügt bereits eine visuelle Kontrolle der Dachfläche, der Attika und der Anschlüsse, um die Schadensstelle einzugrenzen.
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Elektrische Widerstandsmessung: Mithilfe spezieller Geräte werden Feuchtigkeitsverläufe in der Abdichtung lokalisiert.
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Rauchgas- oder Spurengasmethode: Gas wird unter die Dachhaut geleitet und tritt an der undichten Stelle wieder aus – so wird die Leckage sichtbar.
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Thermografie: Mit Wärmebildkameras lassen sich Feuchtigkeitsunterschiede erkennen, die auf Undichtigkeiten hindeuten.
Die Wahl des richtigen Verfahrens ist entscheidend. Deshalb sollte die Leckortung immer von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Typische Ursachen für Undichtigkeiten
Viele Flachdächer werden im Laufe der Jahre undicht, weil:
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die Abdichtungsbahnen durch Witterung oder Hagel beschädigt wurden,
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Anschlüsse und Durchdringungen nicht fachgerecht ausgeführt sind,
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stehendes Wasser die Materialien angreift,
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eine unsachgemäße Wartung erfolgte.
Besonders kritisch ist, dass Wasserschäden im Inneren oft erst spät erkannt werden. Wenn Dämmung oder Holz bereits durchnässt sind, hilft nur noch ein komplettes flachdach sanieren.
Flachdach sanieren nach der Leckortung
Die Leckortung allein reicht nicht aus – sie ist nur die Diagnose. Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach:
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Reparatur einzelner Stellen: Wenn die Schadstelle klein ist, reicht eine gezielte Abdichtung.
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Teilweise Sanierung: Bei größeren Schäden an einer Dachfläche wird ein Bereich komplett neu aufgebaut.
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Komplettsanierung: Ist die gesamte Dachabdichtung betroffen, muss das komplette Flachdach saniert werden – inklusive Dämmung, Dampfsperre und Abdichtung.
Vorteile einer professionellen Sanierung
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Langlebigkeit: Neue Abdichtungen aus TPO oder Bitumen halten Jahrzehnte.
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Energieeffizienz: Neue Dämmstoffe senken Heizkosten.
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Sicherheit: Das Gebäude ist dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt.
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Wertsteigerung: Ein saniertes Dach erhöht den Immobilienwert deutlich.
Fazit
Eine Leckage am Flachdach ist kein kleines Problem, sondern kann schnell zu einem großen Bauschaden führen. Professionelle Leckortung ermöglicht es, die Ursache präzise zu finden und gezielt zu beheben.
Wer sein flachdach sanieren lässt, profitiert langfristig: weniger Energieverluste, keine Feuchtigkeitsschäden und eine deutlich längere Lebensdauer des Gebäudes. Mit moderner Technik und fachgerechter Ausführung ist eine Sanierung die nachhaltigste Lösung für jedes Flachdach.



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